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Sni, Sna, Snapchat!

Irina (Not Perfect But Close) bei Snapchat: notperfectirina

Folgt mir auf Snapchat: notperfectirina
(oder wahlweise einfach den Snapcode oben im Bild scannen um mich bei Snapchat hinzuzufügen)

Hallo! Mein Name ist Irina und ich bin wohl die allerallerletzte Bloggerin, die nun endlich auch auf den Snapchat-Train aufgesprungen ist. Zu meiner Verteidigung: die App schlummerte bereits seit weit über einem Jahr ungenutzt auf meinem Handy. 2013 habe ich sogar im Rahmen eines Studiumsvortrags über die damals noch als Geheimtipp gehandelte App referiert und ihr eine glorreiche Zukunft prophezeit. Ich sollte Recht behalten, verstanden habe ich Snapchat damals dennoch nie so recht.

Wie funktioniert das alles? Und viel wichtiger noch: wofür ist das alles überhaupt gut? Warum zur Hölle braucht mein Blog jetzt eigentlich noch einen weiteren Social Media Kanal? Reichen Facebook, Instagram, Twitter und Co. denn nicht langsam mal aus? Und wird das nicht alles irgendwie zu viel Arbeit und zu viel ewiggleicher Inhalt (Stichwort: Redundanz und Oversharing)? Fragen über Fragen, auf die ich lange Zeit keine Antwort fand. Bis ich irgendwann einige meiner Lieblingsblogger und -YouTuber bei Snapchat hinzugefügt habe um mir anzuschauen wie und wofür diese Snapchat so nutzen. Und siehe da, so langsam begann mir ein Licht aufzugehen.

Hier mal eine frohe Guten-Morgen-Botschaft, da mal ein müder Gute-Nacht-Gruß und dazwischen ein paar Unboxing-Videos der neuesten #newin-Errungenschaften. Das Ganze gemischt mit dem Ausprobieren der neuesten Snapchat-Filter und abschließend verfeinert mit einer Portion schräger und/oder lustiger Alltagsmomente. Et voilà, schon hat man ein solides Snapchat-Story-Rezept. Eigentlich ist das nun wahrlich keine Kunst, aber bei interessanten Menschen ist der Snapchat-Kanal dennoch super unterhaltsam und wirkt seltsam anziehend. Und das obwohl dort oftmals gar nicht viel Weltbewegendes passiert.

Natürlich wäre da auch noch die oft attestierte Nahbarkeit, für die Snapchat immer wieder ausgelobt wird; die sogenannte „Realness“, die Instagram schon vor geraumer Zeit abhanden gekommen zu sein scheint, weil sie zugunsten des cleanen Bilderfeeds zwischen inszeniertem Foodporn, #superbusybutsuperfun Travel Diaries und perfekt ausgeleuchteten Super-Selfies einfach keine allzu gute Figur mehr macht. Dieser Entwicklung hin zur absoluten Professionalisierung konnte da auch die Gegenbewegung #FürMehrRealitätAufInstagram nur wenig entgegensetzen. Den schlecht ausgeleuchteten und wenig glamourösen Alltag findet man nun auf dem schnelllebigen Snapchat und das Beste ist: Beweise gibt’s am Ende keine, denn bereits nach 24 Stunden ist die allzu reale Realness auch schon wieder gelöscht. Praktisch!

Wer mir schon länger folgt, weiß, dass ich eine treulose Social Media Socke bin. Mal bin ich da und haue einen Beitrag nach dem anderen aus den Tasten, dann wiederum bin ich plötzlich wochenlang wie vom Erdboden verschluckt auf Facebook und Co. Wer schon mal einen der drölf Millionen Social Media Ratgeber gelesen hat, wird wissen, dass dies der ultimative Deathmove ist für jede Blogger-/Influencer-Karriere, aber ich sage nur: Realness. C’est la fucking vie! Das Leben funkt mir nunmal unpassenderweise ständig zwischen meine überaus realistischen Pläne die angesagteste #1 Worldwide-Modebloggerin zu werden. Ah nee, sorry, natürlich heißt das Fashion Bloggerin; muss ja alles auf Englisch sein, weil internationale Reichweite und so, ihr wisst schon.

Eigentlich wollte ich ja nur erzählen, dass ich jetzt auch auf Snapchat zu finden bin und nun ist der Beitrag eine halbe Gesellschaftskritik geworden. Solltet ihr tapfer bis zum Ende gelesen haben und diesen Artikel hier ansatzweise unterhaltsam gefunden haben, dann könnte euch mein Snapchat-Kanal vielleicht tatsächlich interessieren, so ganz eventuell natürlich nur. Finden tut ihr mich dort unter dem Benutzernamen: notperfectirina (notperfectbutclose war leider zu lang für Snapchat, deswegen bin ich da halt einfach nur die nicht perfekte Irina, stimmt ja auch irgendwie auffallend). Ich freue mich jedenfalls über jeden neuen, neugierigen Zuschauer und falls ihr selber snappt, lasst mir gerne euren Snapnamen da, ich schaue auch gerne mal bei anderen Snapchattern vorbei und lasse mich von ihren Snapchat-Stories inspirieren.

In diesem Sinne:
Sni, Sna, Snapchat! Snappy, snappy, snap!
(Gern geschehen für den Ohrwurm! ;))